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3.Oktober 2011
Nach dem Arbeitsstart in der Blinker-Redaktion am 1.September ließen auch die ersten Ausflüge an die Hamburger Elbe nicht lange auf sich warten.
Mein erster Eindruck: Hamburg hat viel, viel Wasser. Manche Hafenausfahrt, die man am Mittellauf der Elbe als groß bezeichnen würde, ist hier nur als klein anzusehen. Im sehr trüben und unter Tideneinfluss stehenden Elbwasser in Hamburg ist das Potential für Zander hervorragend. Allerdings ist der Angeldruck auch enorm, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass man an den meisten Gewässern der Hansestadt nur einen Fischereischein benötigt, aber keinen zusätzlichen Erlaubnisschein. Gute Bedingungen für Angler, aber weniger gut für die Zander. Leider wird von vielen maßlos entnommen. Es gibt keine Fangbegrenzung für Zander und das Mindestmaß liegt bei lächerlichen 40 cm. Hinzu kommt, dass der Zander zwar eine Schonzeit hat, aber Spinnfischen ganzjährig erlaubt ist. Dass es leider viele "schwarze Schafe" in der Anglerschaft gibt, die all das voll und ganz ausnutzen, ist nichts neues. Das Zanderaufkommen ist sogar in der Hamburger City trotzdem (noch) recht gut. Zwar gelang mir bisher kein zweistelliges Fangergebnis, aber 2 mal hatte ich jeweils 8 und einmal 7 Zander an einem Angeltag. Die Größenpyramide der Fische scheint allerdings schon nachhaltig geschädigt zu sein, so zumindest die Erkenntnis meiner bisherigen Fangresultate. Es gibt sehr viele kleine Zander von 30 - 40 cm, aber bessere Fische sind ziemlich rar. Dennoch konnte ich auch solche schon überlisten. Zwei Zander hatten etwas über 80 cm und 4 weitere lagen über der 70er Marke. Wunder kann man allerdings zumindest in der Hamburger Innenstadt bezüglich der Zandergrößen nicht erwarten. Mein einziger Beifang in Hamburg war bisher ein 65er Hecht. Die meisten Fänge in der Hamburger Elbe hatte ich auf den legendären Stint-Shad und den Gummikrebs BS100 von MB-Fishing.
Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass damit noch lange nicht das letzte Wort gesprochen ist, denn immerhin stehe ich immernoch so ziemlich am Anfang mit der Erkundung des neuen Reviers.
Bei meinen letzten Guidingtouren in Sachsen-Anhalt konnte ich noch einige Gäste zum Fisch führen. Dabei wurde unter anderem noch ein kapitaler Elbzander von 91 cm durch Andreas Gaul aus Halle gefangen. Ich selbst konnte neben einigen Zander, Rapfen, Hechten und einem halbstarken Wels auch einen großen Marmorkarpfen von 1,22 m erfolgreich landen. Der Zusatzdrilling des Dapper-Shads von Bass Assasin hing dabei im Maulbereich des Riesen. Ob das Zufall war oder nicht, kann man nicht sagen. Der ca. fünfzehnminütige Drill des Fisches war auf jeden Fall sehr spannend.
Um eine häufig gestellte Frage zu beantworten: In Hamburg werde ich vorläufig keine Guidingtouren anbieten!! Für die Gewässer in Sachsen-Anhalt sind meine Angebote "Zanderangeln an der Elbe" und "Vertikalangeln" weiterhin verfügbar, allerdings gibt es nur sehr wenige freie Termine auf Anfrage und zu veränderten Konditionen. |
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